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Mit Zuversicht in die Zukunft

Unter dem Titel «Mit Zuversicht in die Zukunft» lud Future Now zu einem Sommer-Event in den Bernapark Stettlen ein. Im Mittelpunkt standen junge Sporttalente, ihre Familien und ihr Umfeld.

Es war warm. Und trotzdem waren alle da.


Am 24. Juni 2026 war es im Bernapark Stettlen spürbar Sommer. Die Luft war warm, der Tag lang, der Abend hell. Einer dieser Abende, an denen man auch gut draussen hätte bleiben können. Und trotzdem waren sie da: junge Athletinnen und Athleten, Eltern, Familien, Trainerinnen und Trainer, Fachpersonen, Unterstützer, Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter.

Sie kamen nicht wegen einer Show. Sie kamen, weil es um etwas ging, das viele bewegt: Wie begleiten wir junge Menschen im Sport so, dass sie stark werden, ohne alleine stark sein zu müssen?

Ein Sommerabend mit einem wichtigen Thema

Unter dem Titel «Mit Zuversicht in die Zukunft» lud Future Now zum Sommer-Event in den Bernapark ein. Der Ort passte. Ein ehemaliges Industrieareal, neu gedacht, weiterentwickelt, offen für Begegnung. Ein Stück Schweiz, das zeigt: Zukunft entsteht nicht durch grosse Worte, sondern dort, wo Menschen zusammenkommen, zuhören und Verantwortung übernehmen.

Durch den Abend führte Nicole Berchtold. Ruhig, klar und mit viel Gespür verband sie die unterschiedlichen Perspektiven miteinander. Es ging um Talent und Ausbildung, um Erwartungen und Druck, um mentale Stärke, Rückschläge, Vertrauen, Vorbilder und die Frage, was junge Sporttalente wirklich brauchen.

Talent braucht mehr als Training

Schnell wurde klar: Talent allein reicht nicht. Training allein reicht nicht. Disziplin allein reicht nicht.

Junge Menschen im Leistungssport brauchen ein Umfeld, das trägt. Eltern, die begleiten, ohne zu überfordern. Trainerinnen und Trainer, die fördern, ohne nur Resultate zu sehen. Schulen und Vereine, die verstehen, dass sportliche Entwicklung und persönliche Entwicklung zusammengehören. Und manchmal brauchen sie Menschen ausserhalb des eigenen Systems, die zuhören, einordnen und Orientierung geben.

Future Now will verbinden

Peter Josi, Präsident von Future Now, eröffnete den Abend mit genau diesem Gedanken. Future Now will junge Talente nicht ersetzen, nicht steuern und nicht bevormunden. Future Now will verbinden. Wissen, Erfahrung und Kontakte sollen dort zugänglich werden, wo sie gebraucht werden: bei Athletinnen und Athleten, Familien, Vereinen, Schulen und Fachpersonen.

Future Now macht aus Talent ein Netzwerk. Nicht laut. Nicht beliebig. Sondern geprüft, persönlich und zur richtigen Zeit. Es geht nicht darum, eine weitere offene Plattform zu bauen. Es geht darum, Vertrauen zu schaffen. Räume zu öffnen. Menschen zusammenzubringen, die jungen Athletinnen und Athleten helfen können, ihren Weg mit mehr Klarheit und Zuversicht zu gehen.

Offen über Druck, Rückschläge und Verantwortung

Roman Josi sprach offen über seinen eigenen Weg. Über Druck, Rückschläge, schwierige Phasen und darüber, wie wichtig es ist, Menschen um sich zu haben, denen man vertrauen kann. Gerade diese Offenheit machte den Abend stark. Erfolg wurde nicht als glatte Geschichte erzählt. Sondern als Weg, auf dem Unsicherheit, Verletzungen, Entscheidungen und Zweifel dazugehören.

Das war vielleicht einer der wichtigsten Momente des Abends: Junge Sportlerinnen und Sportler dürfen sehen, dass auch Vorbilder nicht immer sicher waren. Dass auch grosse Karrieren nicht ohne Umwege entstehen. Und dass Stärke nicht bedeutet, alles allein auszuhalten.

Die Perspektive der Eltern

Auch Doris Josi brachte eine Perspektive ein, die viele Eltern im Raum unmittelbar verstanden. Wer ein sportliches Talent in der Familie begleitet, kennt die Fragen: Wann unterstützen wir richtig? Wann machen wir zu viel? Wann müssen wir loslassen? Wann müssen wir genauer hinschauen?

Diese Unsicherheit gehört dazu. Eltern wollen schützen, helfen, mittragen. Gleichzeitig sollen Kinder ihren eigenen Weg finden. Genau dort braucht es Orientierung, Austausch und manchmal auch eine neutrale Aussensicht.

Warum neutrale Ansprechpersonen so wichtig sind

Der junge Fussballer Ben El Idrissi zeigte, wie wertvoll diese Aussensicht für Nachwuchsathleten sein kann. Nicht jedes Thema lässt sich mit dem Trainer, der Lehrperson oder den Eltern besprechen. Manchmal hilft eine Person, die nicht direkt Teil des eigenen Systems ist. Jemand, der zuhört, ohne sofort zu bewerten. Jemand, der Erfahrung hat und trotzdem Abstand.

Nicolas Kehrli unterstrich, wie wichtig Koordination und gute Schnittstellen im Nachwuchssport sind. Denn oft gibt es Unterstützung. Oft gibt es Wissen. Oft gibt es Menschen, die helfen könnten. Aber sie finden nicht rechtzeitig zusammen.

Genau hier setzt Future Now an.

Zuversicht entsteht durch Menschen

Der Abend im Bernapark zeigte, wie gross der Bedarf ist. Viele Familien erleben ähnliche Fragen. Viele Vereine kennen ähnliche Herausforderungen. Viele junge Menschen stehen unter hohem Druck und brauchen mehr als gute Ratschläge. Sie brauchen echte Begleitung.

Und genau deshalb war es so stark, dass alle da waren.

Trotz Wärme. Trotz vollem Alltag. Trotz Terminen, Training, Schule, Arbeit und Verpflichtungen.

Sie waren da, weil es um junge Menschen geht. Um ihre Zukunft. Um ihre Gesundheit. Um ihre Ausbildung. Um ihre Persönlichkeit. Um ihren Weg im Sport und im Leben.

Ein klares Zeichen für die Zukunft

Am Ende blieb kein lauter Appell, sondern ein ruhiges, klares Gefühl: Wenn wir junge Talente wirklich stärken wollen, müssen wir das Umfeld stärken, das sie begleitet.

Zuversicht entsteht nicht allein. Sie entsteht durch Menschen, die da sind.

An diesem warmen Sommerabend im Bernapark waren sie da.

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